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EU-Verbraucherausgaben: Größtes Wachstum seit fast fünf Jahren
Deutschland wichtigster Wachstumsmotor

  • Ausgaben wachsen im fünften Quartal in Folge
  • Deutschland verzeichnet größten Ausgabenanstieg, Baltikum auf Platz zwei

 Zurich, 31. Mai 2011 – Die europäischen Verbraucherausgaben sind laut
„EU Consumer Spending Barometer“ von Visa Europe im ersten Quartal 2011 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Im vierten Quartal betrug der Anstieg noch
0,3 Prozent. Somit hat die Wachstumsrate der Verbraucherausgaben zum ersten Mal seit einem Jahr einen deutlichen Sprung gemacht und entspricht dem stärksten verzeichneten Anstieg seit Mitte 2006.

Deutsche Haushalte waren der Haupttreiber der wachsenden Verbraucherausgaben in der EU. Deutsche Einzelhändler profitierten vom gesunden Wirtschaftswachstum und Beschäftigungszuwachs. Aber auch in Osteuropa sind die Verbraucherausgaben deutlich gestiegen. Insbesondere die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn und Polen haben zum Wachstum der EU-Gesamtausgaben beigetragen, so dass diese Region eine große Rolle bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der EU spielte.

Das Barometer basiert auf der Grundlage tatsächlicher Ausgaben anstelle von Stimmungs- oder Meinungsindikatoren. Die Daten werden um die Anzahl der ausgegebenen Visa Karten, die bevorzugten Zahlungsmittel und die Inflation bereinigt. Das Barometer stellt einen zuverlässigen wirtschaftlichen Indikator dar, da es den präzisesten und umfassendsten Einblick in die Entwicklung der Verbraucherausgaben innerhalb der EU ermöglicht. Im Gegensatz zu anderen Indizes und Umfragen, die auf Stimmungs- oder Meinungsindikatoren in bestimmten Sektoren basieren, liefert dieses Barometer eine genaue Betrachtung der realen Verbraucherausgaben in der gesamten EU auf Basis der steigenden Präferenz der Verbraucher für Kartenzahlungen. Bereits jeder achte Euro in Europa wird mit einer Visa Karte ausgegeben.

Während Deutschland weiterhin einen wichtigen Wachstumstreiber darstellt, fielen die Verbraucherausgaben in anderen EU-Mitgliedsstaaten eher verhalten aus. So verzeichneten Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien im Gegensatz zum starken Osteuropa recht zurückhaltende Wachstumsraten.

Zu den schwächeren Volkswirtschaften der EU zählen Griechenland, Irland und Portugal. Laut dem EU Consumer Spending Barometer von Visa Europe verzeichneten diese Länder aufgrund der dortigen Sparprogramme einen deutlichen Rückgang der Verbraucherausgaben im ersten Quartal 2011.

Die unbereinigten Ausgaben mit Visa-Karten beliefen sich im ersten Quartal 2011 auf 232 Mrd. Euro, ein Plus von 14,50 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2010. Der Durchschnittswert pro Transaktion ist zum dritten Mal in Folge gesunken, von 50,10 Euro im vierten Quartal 2010 auf nunmehr 49,60 Euro.

Philip Symes, Chief Financial Officer bei Visa Europe, sagte:
„Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen in vielen EU-Mitgliedstaaten haben die Verbraucherausgaben erstmals wieder ein vorläufiges Hoch erreicht. Die Entwicklungen in den jeweiligen Ländern sind zwar recht unterschiedlich ausgefallen, dennoch wird durch das Barometer sehr deutlich, welchen wesentlichen Teil der EU-Wirtschaft die Verbraucher ausmachen. Allerdings können diese beeindruckenden Wachstumsraten kurzfristig natürlich auch wieder fallen.“

Paul Smith, Senior Economist bei Markit, betonte:
„Insgesamt zeigt das EU Consumer Spending Barometer von Visa Europe eine willkommene Belebung der Verbraucherausgaben im ersten Quartal 2011. Es macht aber auch deutlich, dass einige der EU-Länder immer noch keine Fortschritte verbuchen konnten.  So erholen sich manche Volkswirtschaften nur sehr langsam von der Finanzkrise. Während Haushalte in Deutschland und mehreren osteuropäischen Ländern von einer gestärkten Wirtschaft in ihrem Land profitieren, verzeichnen von Sparmaßnahmen betroffene Länder der Eurozone wie Griechenland, Irland und Spanien erwartungsgemäß auch weiterhin Rückgänge in ihren Verbraucherausgaben.“

Über das Visa Europe Barometer „EU Consumer Spending Barometer“
Mehr als jeder achte Euro in der EU wird mit einer Visa Karte ausgegeben. Über 70 Prozent davon entfallen auf Visa Debitkarten. Aus diesem Grund ermöglicht das Barometer einen einmaligen, umfassenden und zeitnahen Einblick in die Entwicklung der Verbraucherausgaben in der Europäischen Union.

Das Visa Europe Barometer „EU Consumer Spending Barometer“ basiert auf allen Ausgaben, die mit Visa Debit-, Kredit- und Prepaid-Karten getätigt werden. Für das Barometer entwickelte Markit ein Modell, das die ursprünglichen Visa-Transaktionsdaten um folgende Faktoren bereinigt:

Zuerst werden die Daten um die Veränderung in der Anzahl der ausgegebenen Visa Karten bereinigt, um das tatsächliche Wachstum von Visa zu berücksichtigen. Dann findet eine Anpassung statt, um die sich ändernde Verbraucherpräferenz für Kartennutzung auszugleichen. Dies wird auf Basis einer Analyse der Trends bei Bargeldabhebungen und Transaktionen am Point of Sale (POS) mit Visa Karten erhoben. Schließlich wird die Inflation berücksichtigt und die Daten werden um die Veränderungen im Verbraucherpreisindex bereinigt. Daraus ergibt sich ein Indikator für die realen Veränderungen in den Haushaltsausgaben – das „EU Consumer Spending Barometer“ von Visa Europe.

Die Visa Daten weisen eine starke Korrelation mit vergleichbaren offiziellen Zahlen auf. Auch decken sie ein viel breiteres Spektrum an Branchen ab als nur den Handel, da Karten auch verstärkt für Zahlungen wie Energierechnungen oder Steuerzahlungen verwendet werden.

Das komplette Barometer ist unter folgendem Link verfügbar:
http://www.visaeurope.com/en/newsroom/news/articles/2011/visa_europe_eu_exp_indx.aspx

Über Visa Europe
In Europa sind über 427 Millionen Visa Debit-, Kredit- und Firmenkarten im Umlauf. Der Umsatz mit diesen Karten im Handel und bei Bargeldabhebungen belief sich im vergangenen Jahr (Stichtag 31. Dezember 2010) auf über 1,6 Billionen Euro. 12,5 Prozent der Verbraucherausgaben im europäischen Handel
werden mit einer Visa Karte getätigt – mehr als 70 Prozent mit Visa Debitkarten.

Visa Europe wurde im Juli 2004 als Mitgliedsorganisation gegründet und ist vollständig im Besitz und unter Kontrolle ihrer 4.000 europäischen Mitgliedsbanken. Seit Oktober 2007 ist Visa Europe mit einer exklusiven, unwiderruflichen und unbefristeten Lizenz von dem neuen weltweiten Unternehmen Visa Inc. vollständig unabhängig.

Als durch und durch europäische Organisation kann Visa Europe schnell auf lokale Gegebenheiten und besondere Bedürfnisse der europäischen Mitgliedsbanken und deren Kunden – Handel und Verbraucher – reagieren und das Ziel der Europäischen Kommission verwirklichen, einen echten europäischen
Binnenmarkt für Zahlungsverkehr zu schaffen.

Visa genießt weltweit eine unübertroffene Akzeptanz. Außerdem ist Visa/Plus eines der weltweit größten Netzwerke von Geldausgabeautomaten und garantiert in mehr als 200 Ländern Zugang zu Bargeld in lokalen Währungen.

Weitere Informationen unter www.visaeurope.ch